Über mich

Nicole Behnke
Tierphysiotherapie ist für mich mehr als eine Behandlung – sie bedeutet, genau hinzuschauen und jedes Tier als Individuum zu betrachten.
Ich bin 1981 in Berlin-Spandau geboren und lebe seit über 17 Jahren mit meinem Sohn im schönen Falkensee an der Stadtgrenze zu Spandau.
Hauptberuflich bin ich gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und arbeite in der Rechtsabteilung eines großen Berliner Umweltunternehmens. Meine große Leidenschaft gehört jedoch schon mein ganzes Leben den Tieren – insbesondere den Pferden.
Mit zwölf Jahren bekam ich mein erstes eigenes Pferd. Seitdem hat mich der „Pferdevirus“ nicht mehr losgelassen.


Wie alles begann
Mathilda – eine kleine Kämpferin
Im Mai 2021 kreuzten sich eher zufällig die Wege von Mathilda und mir.
Mathilda war damals gerade einmal sechs Monate alt und erst seit etwa einer Woche bei ihrer Pflegestelle. Ich sah dieses kleine Shettyfohlen – und irgendwie war sofort klar:
Diese kleine Dame soll ein schönes Leben bekommen. Nur zwei Tage später war Mathilda bei mir.
Das folgende Jahr war nicht immer einfach. Mathilda hatte gesundheitlich einiges aufzuholen und es dauerte ungefähr ein Jahr, bis sie wirklich stabil war. Diese Zeit war geprägt von Sorgen, Ängsten und auch vielen Tränen.
Aber Mathilda hatte einen unglaublichen Kampfgeist.
Heute ist aus dem kleinen Fohlen eine richtige kleine Persönlichkeit geworden. Und noch immer geht mir jeden Tag das Herz auf, wenn ich sie über die Wiese toben sehe.


Und dann kam Vicco
Mein absolutes Traumpferd
Vicco habe ich mir ganz bewusst ausgesucht.
Meine Reise führte mich damals zu einem Züchter nach Sachsen, zum Gestüt Noschkowitz. Mehrere zweijährige Hengste standen auf einer großen Wiese vor mir. Und da war er. Während die anderen Hengste eher vorne standen, hielt sich Vicco schüchtern im Hintergrund und ließ den anderen den Vortritt.
Ich war sofort verliebt.
Damals wusste ich allerdings noch nicht, wie viel Zeit, Wissen und Verantwortung zwei junge Pferde mit sich bringen würden – und wie viele kleine und große „Wehwehchen“ einen begleiten können. Aber genau dadurch wuchs auch mein Interesse. Ich wollte verstehen, wie ich meinen Pferden noch besser helfen und sie unterstützen kann. Und damit war der Gedanke geboren:
Ich möchte Tierphysiotherapeutin werden.




Mein Weg zur Tierphysiotherapie
Mitte Dezember 2022 habe ich meine Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin erfolgreich abgeschlossen.
Mit dieser Ausbildung habe ich mir einen großen persönlichen Wunsch erfüllt. Das Wissen über Anatomie, Physiologie und Biomechanik ermöglicht mir, Tiere fachlich fundiert zu betrachten und physiotherapeutisch zu unterstützen. Doch damit war mein Weg noch nicht zu Ende.

Ausbildung zur Pferde-Physio-Trainerin
Anschließend habe ich mich in einer einjährigen Ausbildung bei Tanja Richter am Institut für Pferdephysiotherapie intensiv mit der Untersuchung, Therapie und dem physiologischen Training von Pferden beschäftigt.
Diese Ausbildung habe ich erfolgreich mit dem Abschluss zur Pferde-Physio-Trainerin abgeschlossen.
Für meine Arbeit ist diese zusätzliche Qualifikation besonders wertvoll, denn Physiotherapie und gezieltes Training gehören für mich eng zusammen.
Neben der therapeutischen Behandlung ist es mir wichtig, Pferde auch beim langfristigen und sinnvollen Aufbau ihrer körperlichen Fähigkeiten unterstützen zu können. Dabei spielen unter anderem Biomechanik, Bewegung, Koordination, Muskulatur und physiologisches Training eine wichtige Rolle.
Auch nach meinen Ausbildungen bilde ich mich regelmäßig weiter und erweitere mein Wissen kontinuierlich – denn gerade in der Arbeit mit Tieren lernt man nie aus.





Meine Philosophie
Kein Tier ist wie das andere.
Ich möchte die mir anvertrauten Tiere immer ganzheitlich betrachten.
Dazu gehören für mich nicht nur Muskeln und Gelenke. Auch Haltung · Vorerkrankungen · Stress · Fütterung · Körperbau · Bewegung · Training können eine wichtige Rolle spielen. Ebenso wichtig ist mir ein ruhiger und vertrauensvoller Umgang mit dem Tier.
Die Besitzer beziehe ich aktiv in die Behandlung ein. Denn niemand kennt sein Tier so gut wie der Mensch, der jeden Tag mit ihm zusammenlebt.
Wenn es sinnvoll und notwendig ist, gehört für mich auch die Zusammenarbeit mit Tierärzten, Hufbearbeitern, Sattlern, Heilpraktikern und Trainern dazu.





Meine eigenen Pferde
Lernen, beobachten und immer wieder neu verstehen
Mit großer Leidenschaft bilde ich meine eigenen Pferde nach den Grundsätzen der Akademischen Reitkunst aus.
Auch dabei lerne ich jeden Tag dazu.
Denn genau das macht für mich die Arbeit mit Tieren aus:
Beobachten. Verstehen. Lernen. Unterstützen - und vor allem: das Tier als Partner ernst zu nehmen.

 
 
 
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